LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt
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Prävention/Opferschutz

Die Forensische Psychiatrie hat den Auftrag, psychisch kranke Menschen zu behandeln, die infolge ihrer psychischen Störung schwere Straftaten begangen haben. Die psychische Störung ist also in diesem Falle die wesentliche Ursache dafür, dass diese Menschen zu Straftätern geworden sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass psychische Krankheit mit Gefährlichkeit verwechselt werden darf. Die meisten Menschen, die an einer vorübergehenden oder chronischen psychischen Störung leiden, werden nicht straffällig und nicht gewalttätig. Die Forensische Psychiatrie kümmert sich nur um einen sehr kleinen Teil psychisch kranker Menschen. Wird bei ihnen die psychische Störung entsprechend behandelt, reduziert sich die Gefahr erneuter Straftaten. Die Forensische Psychiatrie leistet mit ihrem Auftrag der Straftäterbehandlung einen aktiven Teil der Vorbeugung gegen erneute Gewaltstraftaten und ist trägt daher maßgeblich zum Opferschutz bei. Täter-Therapie ist aktiver Opferschutz. Die Forensische Psychiatrie hat aber neben dem Auftrag der Therapie auch den Auftrag der Sicherung. So bedeutet dies für eine kleine Gruppe von Patienten mit sehr schweren psychischen Störungen, dass diese nicht wirklich durchgreifend von Behandlung profitieren können. Die Forensische Psychiatrie gibt diesen Patienten einen gesicherten Lebensraum und schützt in diesem Falle durch den Sicherungsauftrag vor neuen Straftaten. Im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt gibt es dazu einen speziellen "Longstay-Bereich", also Stationen, die auf das langfristige Wohnen unter hoch gesicherten Bedingungen eingerichtet sind.

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