LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt
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Ergotherapie

Die Ergotherapie ist ein spezielles sozialtherapeutisches Verfahren, welches für die meisten Patienten des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie neben der psychotherapeutischen oder auch medikamentösen Behandlung ein zentraler Therapiebestandteil ist. Beschäftigungs- und arbeitstherapeutische Maßnahmen haben in der Behandlungskonzeption viele Funktionen: Sie vermitteln einen strukturierten Tagesablauf, ermöglichen die Einübung sozialer Grundregeln wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Absprachefähigkeit; vermitteln praktische Kompetenzen, wodurch bei den Patienten auch ein gesundes Selbstvertrauen entwickelt werden kann; fördern Ausdauer und Konzentration; üben die Auseinandersetzung mit sachlicher Kritik und bereiten ggf. auch auf einen Lernberuf vor. Im Sommer 2007 wurde auf dem Gelände des LWL-Zentrums das neue Ergotherapie-Gebäude eröffnet. Dort stehen insgesamt 85 Vollzeitarbeitsplätzen für Patienten zur Verfügung. Durch Jobsharing können 160 Patienten beschäftigt werden.

Zum Angebot der Ergotherapie gehören folgende Bereiche:

Eingangsstufe Arbeitstherapie: In diesem Bereich werden arbeitsorganisatorische Abläufe und Arbeitsprozesse eingeübt. Maßgeblich werden Durchhaltevermögen und Regelmäßigkeit trainiert.

Die Reha-Abklärung dient der Feststellung individueller Neigungen, Interessen und Ressourcen der Patienten. Um Vergleichsmöglichkeiten zu erzielen, werden standardisierte Testverfahren eingesetzt, die eine ziel- und fähigkeitsgerichtete Förderung des Patienten ermöglichen.

 

In der Werkstufe wird der Schwerpunkt auf soziale Rehabilitation gelegt.

   

Die Arbeitsbereiche Holzwerkstatt und Metallwerkstatt setzen technisches und handwerkliches Geschick voraus, genaues und sauberes Arbeiten und eine weitgehend an realitätsnahen Bedingungen angepasste Arbeits- und Belastungsfähigkeit. Neben der Ausbildung zum Tischler können in der Holzwerkstatt Maschinenlehrgänge für Holzverarbeitung erworben werden. Die Metallwerkstatt bietet die Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker an. Weiter besteht die Möglichkeit, ein anerkanntes Qualifikationsmodul in der Schweißtechnik zu erwerben.

Die Park-und Gartengruppe pflegt und gestaltet ganzjährig die Grünanlagen und Wege im Klinikgelände.

Im Computeranwendungstraining (CAT) lernen die Pat. die Anwendung verschiedener Computerprogramme.

                

Die Leistungsstufe der Firma Hella ermöglicht den Patienten mit einer Fertigungswerkstatt innerhalb der Klinik die Arbeit unter realen Arbeitsmarktbedingungen in der industriellen Produktion. Motivation, Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und die Fähigkeit, mindestens 25 Stunden pro Woche arbeiten zu können, sind hier Voraussetzung.

     

Die Keramikwerkstatt, welche nicht im zentralen Ergotherapiegebäude untergebracht ist, erfordert kreative Fähigkeiten und ermöglicht sowohl das freie Modellieren mit Ton als auch die Arbeit mit Formen. Rohprodukte werden nachbearbeitet, lasiert und gebrannt.

Beschäftigungstherapie  wird zentral stationsnah für noch leistungsschwächere Patienten angeboten. Sie arbeitet mit unterschiedlichen Schwerpunkten, welche auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt werden. Dabei sollen die individuellen Handlungskompetenzen in ihren Alltagsbezügen erkannt und verbessert werden.

Der Sport und/oder Sporttherapie werden in der Sporthalle wie auch stationsnah angeboten.
Zunächst werden die allgemeinen Voraussetzungen zur Teilnahme am Sport als Grundlage für weitere Aktivitäten überprüft. Danach haben Patienten die Möglichkeit, an verschiedenen Angeboten unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessenslagen teilzunehmen. Dabei werden Ballsportarten (z.B. Fußball, Basketball, Volleyball), aber auch Psychomotorik und Aufbautraining angeboten. Präventivmaßnahmen zur Vermeidung von körperlichen Einschränkungen ergänzen die Sporttherapie.

Trennlinie; Beginn des Seitenfußes